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Reha Tipps

Erste Hilfe für Skateboarder – Teil Sechs (Hand-Arm-Schulter)

Eure obere Extremitäten, sprich eure Schultern, eure Arme und eure Hände helfen euch die Balance in allen Skateboardlagen zu halten und euch im Notfall vor größerem Schaden zu bewahren. Dafür werden sie aber oft als erstes in Mitleidenschaft gezogen. Beliebte Verletzungen sind Knochenfrakturen wie beispielsweise die des Unterarms oder des Schlüsselbeins. Unsere Untersuchung aus MSM #325 zeigte, dass ein Großteil der gesponserten Skateboarder in Deutschland sich auch am Handgelenk und am Arm verletzten. Bricht der Unterarm, so wird er meist mit einer Gipsschiene für mehrere Wochen stillgelegt. Im Anschluss an diese Maßnahme ähnelt der betrof fene Arm dann fürs Erste einem Zahnstocher. Um nach so einer Verletzung schnell wieder angstfrei aufs Board steigen zu können, zeigen wir euch nun eine Übung, mit der ihr die Muskelkraft, Muskelkoordination und Beweglichkeit der oberen Extremität herstellen und optimieren könnt.


[Text: Stephan Lorenz (Physiotherapeut B.SC.)]

Voraussetzungen

Damit ihr diese Übung optimal durchführen könnt, solltet ihr generell keine Schmerzen im Bereich der oberen Extremität haben, d.h. keine Schmerzen in Ruhe oder bei Belastung. Euer Physiotherapeut kann euch auch Rückmeldung geben, zu welchem Zeitpunkt diese Übung sinnvoll ist und wie diese variiert werden kann.

Im Anschluss an diese Maßnahme ähnelt der betroffene Arm dann fürs Erste einem Zahnstocher

Vorbereitung

Bindet am jeweiligen Ende des Therabands, dem für diese Übung benötigte Trainingshilfsmittel, eine Schlaufe und macht einen Doppelknoten in beide Richtungen, damit es euch nicht unerwartet um die Ohren fl iegt. Das eine Ende der Schlaufe wird dann um einen Fuß gebunden und die andere Schlaufe wird mit der diagonal liegenden Hand fi xiert.

Trainiungsübung und Ausführung
1. Ausgangsstellung: Stand, steht hüftbreit. Eure rechte Hand befindet sich, zur leichten Faust geballt, auf Höhe des linken Beckens
2., 3. & 4. Ihr bewegt euren rechten Arm von links unten nach rechts oben (Als Orientierungshilfe dient die Körpermittellinie). Auf dem Weg nach oben außen öffnet ihr eure Hand von einer Faust zu einer gestreckten Stellung
5. Oben außen angekommen, bewegt ihr euer Handgelenk zusätzlich noch ein Stück weiter nach hinten

Danach folgt die Umkehr der Bewegung: Ihr beugt euer Handgelenk und bewegt die Hand nach unten innen und seid so wieder in der Ausgangstellung für die Übung.

Trainingsgerät

Für diese Übung ist ein Theraband notwendig. In Abhängigkeit von eurem Trainingszustand nutzt ihr dieses in verschiedenen Festigkeiten. Je nach Hersteller sind die Festigkeiten in unterschiedlichen Farben gekennzeichnet. In Bezug auf euer Training gilt: Erst ein fl exibles Theraband verwenden und dann mit steigendem Trainingserfolg die Festigkeit des Therabands zu verändern.

Trainingszeit

Im Anfangsstadium nach eurer Verletzungspause gilt erst viel Bewegung mit wenig bis moderatem Kraftaufwand und im weiteren Verlauf dann die Intensität zu steigern. Anfangsstadium: Täglich drei mal mit einem flexiblen Theraband (morgens, mittags, abends) je zwei Minuten gefolgt von einer Minute Pause bei einer Gesamtzeit von 15 Minuten. Im weiteren Verlauf organisiert ihr euch ein festeres Theraband und orientiert euch am den Trainingszeiten des Anfangsstadiums.

Quintessenz

Die gezeigte Übung ist ein Beispiel für das Trainieren eurer oberen Extremität. Sie steigert die Muskelkraft- und Koordination und kann so eure Beweglichkeit verbessern und euren Rehabilitationsprozess positiv fördern. Ein Training der oberen Extremität ist auch außerhalb eurer Rehabilitation zu empfehlen, um euren Oberkörper in Shape zu halten. Schaut euch Nyjah Huston oder Ryan Sheckler bei Instagram mal an. Die sehen alle vom Oberkörper aus wie He-Man.

Bis dahin, Get Well Soon!

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