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How to… Make your own Skate-Wax

Skate-Wax ist neben der „besten“ Achsen-Einstellung, der Frage nach dem „richtigen“ Treflip-Catch und dem ewigen Schnürsenkel-Gürtel nur ein weiterer dieser herrlichen Streitpunkte, über die Skater so herzlich diskutieren können. Der einen Fraktion kann das lokale Curb nicht rutschig genug sein, um Noseslides ohne Ollie und diverse Boardslide- und Lipslide-Variationen auch tatsächlich zu sliden, die anderen begegnen den Wachs-Attacken mit einem genervten „Fahr doch einfach mal schneller!“ und würden am liebsten jedem, der sich dem heiligen Marmor-Block mit einer Kerze in der Hand nähert, ebendiese in den Rachen und/oder Enddarm schieben. Fakt ist: Mit guten Skate-Wax und der richtigen Methode werden selbst die roughsten Curbs irgendwann skatebar und ein neuer Spot ist geboren, zur großen Freude aller. Fakt ist aber auch: Die billigen Teelichter aus dem Discounter bringen keinesfalls gute Skate-Wax-Qualitäten mit und die fünf Euro aufwärts für Wachs aus dem Shop in größeren Mengen hat auch nicht jeder auf Täsch‘. Also mach‘s doch einfach selber – wir zeigen dir, wie.

[Text: Philipp Schulte, Illustration: Peter Zapasnik]

Gutes Skate-Wax zeichnet sich dadurch aus, dass es beim Auftragen nicht zerbröselt (wie Billig-Teelichter es zu gerne tun) und auch in geringen Mengen schon ordentlich rutscht. Erreicht wird dies durch einen höheren Öl-Anteil und die damit verbundene Schmierigkeit. Ideal für die Eigenherstellung sind Duftkerzen, hier gilt: Je schlimmer es stinkt, desto besser rutscht es. Günstige und benutzbare Mief-Kerzen gibt‘s u.A. im Viererpack bei dem Billig-Textil-Dealer mit dem unsagbar nervigen, roten T-Shirt als Maskottchen. Sehr ölhaltige Kerzen wie z.B. Grablichter sind ebenfalls gut geeignet. Außerdem brauchst du: Einen Kochtopf, eine Käsereibe, Kernseife, einen Milchkarton o.Ä., ein Marmeladenglas und eine Küche, die hinterher möglicherweise etwas müffeln könnte.

01. // Zu allererst benötigst du eine Gussform, in der das Wax nach dem Kochen abkühlen und aushärten kann. Bestens geeignet für den Anfang ist ein aufgeschnittener TetraPak-Karton, der mit Vaseline oder einem ähnlichen Trennmittel ausgestrichen wird, damit du den Klumpen später auch wieder aus der Form bekommst. 

02. // Jetzt greifst du dir ein altes Marmeladen-Glas und eine Käsereibe und schnippelst zuerst etwas Kernseife in das Glas, für die Extra-Slideability (A). Achtung: Nicht übertreiben, sonst wird das Endprodukt inkonsistent. Obendrauf schrotest du anschließend deine Kerzen-Vorräte (B). Wenn du willst, kannst du auch noch ein paar normale Kerzenreste dazugeben, dann wird das Endresultat etwas härter. Den vielzitierten Schuss Olivenöl kannst du dir sparen, wenn deine Kerzen ölig genug sind. Diverse Zeitgenossen haben an dieser Stelle schon mit Spülmittel, Parfüm und Kakaopulver experimentiert – lass das lieber, bringt nix.

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