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Schuhtest

Schuhtest – Etnies „Marana“ Vulc

Never change a running system. So oder ähnlich dürfte Etnies an die Planung ihrer Kollektion herangegangen sein. Das überaus erfolgreiche Marana Modell bietet alles was ein moderner Cupsole Schuh haben muss: Haltbarkeit verbunden mit einer guten Dämpfung und Stabilität. Zwar ist diese Kombination zufriedenstellend, jedoch ist es für viele schwer, sich von ihren vulkanisierten Schuhen zu trennen. Einmal vulkanisierte Sohle, immer vulkanisierte Sohle. Etnies hat das erkannt und baut mit der Marana „Bloodline“-Kollektion auf das bekannte Design des Marana, wobei es mit einer vulkanisierten und einer noch technischeren Variante mehr in die Breite geht. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation, vergibt Etnies an die Teamfahrer aber keine echten Pro Modelle mehr. Anstelle davon dürfen sich bestimmte Fahrer Farben selbst gestalten. Diesmal war Nick Garcia an der Reihe, der sich mit seinem Colorway zwar minimalistisch und ehrlich gesagt auch unkreativ verewigt, jedoch viel Wert auf die Gestaltung der Einlegesohle gelegt hat. Ob der Marana Vulc als Ableger seines großen Bruders die Erwartungen erfüllt, könnt ihr in unserem Test nachlesen.

[Text&Fotos: Christoph Dyckmans/weartested.com]

Haltbarkeit //

Der Marana Vulc zeichnet sich besonders durch die aufgedruckte Gummischicht im Vorderfußbereich aus. Diese Schicht hat die Aufgabe, die Haltbarkeit des Wildleders zu verlängern. Nach der Testdauer von zehn Stunden ist die Gummischicht zwar an bestimmten Stellen abgerieben, trotzdem hat sie einen positiven Einfluß auf die Haltbarkeit des Vorderfußbereichs. Der seitliche Teil der Sohle steuert auch zu dem guten Gesamteindruck bezüglich der Haltbarkeit bei. Die Gummischicht ist im vorderen Teil besonders dick, wodurch einerseits das Wildleder geschützt wird und andererseits der gute Flick aufrecht erhalten wird. Der laterale Bereich des Marana Vulc bietet kaum Angriffsstellen für Abrieb. Das Etnies Logo wurde genauso wie die Schutzschicht im Vorderfußbereich aufgedruckt. Als einzige Schwachstelle kann das Mesh-Material im Fersenbereich hervorgehoben werden, welches ziemlich schnell unansehnlich werden kann.

Dämpfung //

Wie im Querschnitt zu sehen, besitzt der Etnies Marana Vulc eine sehr dünne Sohle sowie eine geschäumte Einlegesohle. Diese Einlegesohle ist aus dem STI Evolution Foam, ein leichter und dämpfender Schaumstoff. Dadurch bietet der Schuh ein bequem dämpfendes Gefühl und außerdem ausreichenden Schutz vor mittleren Stößen. Insgesamt wurde der Marana Vulc nicht für harte Landungen ausgelegt, sondern diesen Teil sollen die anderen Modelle der Marana Bloodline übernehmen.

Form //

Für einen vulkanisierten Schuh hat der Marana Vulc einen breiteren Schnitt. Obwohl die Polsterung der Zunge und des Fersenbereichs normalerweise dafür sorgen, dass ein Schuh sehr nahe am Fuß sitzt, trifft das im Fall des Marana Vulc nicht ganz zu. Damit ist der Schuh besonders für breitere Füße empfehlenswert. Der Schuh verläuft parallel bis zum Vorderfußbereich und verjüngt sich von da aus zu einem spitzen Ende.

Boardgefühl und Grip //

Bezüglich den Kriterien dieser Kategorie wird deutlich, dass beim Marana Vulc der Fokus ganz klar auf Boardgefühl und Grip gesetzt wurde. Da die Dämpfungseigenschaften hinten an gestellt wurden, ist dementsprechend das Boardgefühl sehr gut. Die Sohlenkonstruktion sorgt für einen direkten Kontakt zwischen Board und Fuß. Das Boardgefühl war von Beginn an da und hat sich während der Testphase von 10 Stunden nicht verschlechtert. Ebenso ist der Grip durch die vulkanisierte Sohle gut ausbalanciert. Die flexible Sohle kann sich außerdem in das Concave des Decks legen. Wie das Boardgefühl hat sich der Grip durch das tiefe Sohlenprofil über den Testzeitraum nicht verschlechtert.

Komfort und Stabilität //

Insgesamt ist der Etnies Marana Vulc bequem. Besonders der beinahe nahtfreie Innenbereich sorgt für ein angenehmes Tragegefühl, da keine Druckstellen vorhanden sind. Wie schon in der Kategorie Form angesprochen, sitzt der Marana Vulc im Fersenbereich zu locker am Fuß. Dadurch muss der Schuh eng geschnürt werden, um einen sicheren Halt zu haben. Die Kriterien Belüftung und Gewicht sind durchschnittlich. Zum einen sind die vorhandenen Belüftungslöcher nicht ausreichend, um Feuchtigkeit nach außen zu transportieren und zum anderen ist vor allem die vulkanisierte Sohle sehr schwer. Der Marana Vulc bietet eine ausreichende Stabilität. Besonders das versteifende Plastikelement in der Ferse sorgt für eine stabile Konstruktion. Die Formstabilität ist ebenso ausreichend. Der Vorderfußberiech zeigte zwar kaum Formveränderungen, jedoch hat sich der sowieso schon breite Einstieg innerhalb der Testdauer noch vergrößert.

Grössenempfehlung //

Der Etnies Marana Vulc fällt größer aus. Am besten probiert ihr den Schuh im Skateshop eures Vertrauens an.

Zusammenfassung //

Insgesamt ist der Etnies Marana Vulc ein guter vulkanisierter Skateschuh. Wobei besonders die Haltbarkeit und das Boardgefühl in einem positiven Licht da stehen. Dagegen müssen bei der Dämpfung und der Fersenform kleine Abstriche gemacht werden.

Der Test ist auch zu finden in unserer Ausgabe #339.

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