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Trickkiste

Trickkiste #327 – Valeri Rosomako

Valeri Rosomako erklärt den Casper:
„Hallo liebe Lesers, willkommen zu einem weiteren Seminar der Serie: Tricks mit der Ahornkelle. Eine meiner ersten Erinnerungen zum Casper ist, dass mein Kumpel und ich als Kids eines Tages den Videopart von Rodney Mullen bei THPS freigespielt hatten. Megageflasht von seinem Freestyle-Gezappel rannten wir vor die Haustür und casperten im Stehballett die Fugen aus den Gehwegplatten. Unser Freestylehype hielt zum Glück nur wenige Tage an und viele Jahre vergingen wärend man höchstens bei einer Dorksession im Flat einen Casper aus dem Hosenbein zauberte. Der Spaßfaktor im Stehen blieb ja auch auf der Strecke, bis die Herren Richie Jackson und Marc Johnson einem zeigten, dass man den Trick auch an Wallrides und Quarterpipes mit einer guten Portion Style auspacken kann. So kam der Freestylehype bei einer Dorksession an einer Bank im Skatepark spontan wieder und nach ein Paar Zehenqetschern und verwirrten Blicken von den Skatehomies kam auch der Spaß. Der Trick ist relativ einfach zu lernen und die Grundvorraussetzung ist der Kickflip. Anstatt den Vorderfuß seitlich wegzuziehen, solltet ihr ihn, sobald sich das Board um die Hälfte dreht, unter das Griptape schieben. Der hintere Fuß muss dabei, idealerweise auf dem Tail landen. Der wichtigste Teil ist die nötige Spannung und Balance aufzubauen, um nicht nach vorne zu kippen und den Boden mit dem Vorderfuß zu berühren. Ihr solltet euch auch nicht zu viel Zeit lassen, als Casper dazustehen und möglichst schnell das Board mit dem Vorderfuß wieder um die Hälfte nach vorne ziehen um drauf zu landen. Probiert den Casper erstmal im Flat und an flachen Banks, um das nötige Gefühl für die ungewöhnliche Bewegung zu bekommen. Dies ist auch ein guter Basic, um sich mit seinem großen Bruder dem Casperflip anzufreuenden. Lasst euch vor allem nicht von Besserwissern, die den Trick für uncool erklären, den Spaß verderben, denn wenn ihr den ersten Casper-Firecracker die Local-Fünfer runtermacht, werden sie auch die ersten sein, die zu euch auf ein Highfive mit Ghettohug rüberkommen. Falls der Trick bei euch überhaupt nicht klappen will, müsst ihr euch solange in einer Garage einschließen und üben, bis ihr ihn beherrscht. Ich hoffe es wird bei keinem Einzigen dazu kommen und wünsche allen viel Spaß beim Skaten.“


[Seq: Danni Olsen]

In welchem Jahr genau der erste Casper auf Gottes Erden gestanden wurde, ist nicht bekannt, das Einzige, was man weiß ist, dass Rodney Mullen 1982 den ersten Casper-Slide gemacht hat. 1983 zauberte er noch den 360 hinten dran. Diese Entwicklung lässt vermuten, dass der erste Casper-Stall ebenfalls Anfang der 80er gelandet wurde. Wenn man sich alte Freestyle-Videoparts, zum Beispiel von Don Brown ansieht, kommen einem schnell zahlreiche Casper-Stalls und -Slides auf den Bildschirm. Rodney selbst hielt bekanntlich am längsten am Freestyleskaten fest, als der Rest seiner damaligen Mitstreiter schon längst das Skatebiz unter sich aufteilte. Er feuerte 1997 in seinem 411VM Profile Clip Variationen heraus, die von Casper to Casper to Casper bis hin zu Double Flip Casperslide und Casper Slide 360Flip out über ein Manualpad in Mira Mesa reichen. Heute wird der Casper Stall nur relativ selten performt. Freestyle-Nachkomme Kilian Martin zeigt ab und an Caspers in seinen Parts, genauso Richie Jackson und auch Marc Johnson kam letztes Jahr ziemlich unerwartet gleich mit zwei Exemplaren in seinem Pretty Sweet Part um die Ecke. Die schönsten Exemplare des Caspers haben wir für euch wie gewohnt hier für euch zusammengetragen.

Viel Spaß beim Üben!

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