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Wer Großes erreichen will, muss hart dafür kämpfen – das weiß Karsten Kleppan. Letztes Jahr gab er noch zu Protokoll, dass er sich wahrscheinlich nichts mehr wünscht, als es in ein US-Team zu schaffen. Und siehe da, nach einem starken Auftritt in „Oslo 5“, etlichen Missionen in Berlin, Sardinien, Marokko und Long Beach landete er den Opener-Part in Elements „Hold it Down“ und hatte es geschafft – auch wenn man ihm sofort glaubt, dass er nicht darauf hingearbeitet hat. Zuerst wurde der freundliche Norweger Europas „Rookie of the Year“ und nicht zuletzt deshalb wenig später als Am ins internationale Lakai Team beordert. Angesichts dieser Kombination aus Potenzial und Motivation mussten wir Karsten einfach einladen, sich unsere Hauptstadt noch einmal ausführlich vorzuknöpfen. Das Ergebnis aus sieben Tagen Berlin ist dieses Fulllength Interview und die Erkenntnis, dass Karsten Kleppan ein hungriges Biest ist.

[Interview: Niklas Isenberg | Fotos: Hendrik Herzmann]

Hi Karsten, stell dich bitte noch mal kurz vor, wo du herkommst und so…
Also, ich bin 23, in Oslo geboren und hier nahe der Stadt groß geworden und lebe schon mein ganzes Leben lang hier. Vor kurzem bin ich auch wieder in die Stadt gezogen. In Oslo ist meine Homebase und von dort aus reise ich viel.

Wo warst du in letzter Zeit?
Ich bin zum Beispiel mit Element und Lakai unterwegs gewesen. Ich war erst kürzlich in Taiwan zum Filmen, das war echt sick. Und dass ich mit Hendrik (Herzmann) und Daniel (Pannemann) in Berlin war, weißt du ja. Und jetzt bin ich zum Frühling wieder nach Hause gekommen, da ist es immer super schön hier.

Erzähl mal ein bisschen über deine Zeit in Berlin. Wie war es dort für dich?
Oh man, das war echt eine gute Zeit! Am Anfang war mir schon etwas mulmig zu Mute, ich kannte da niemanden so wirklich, Hendrik und Daniel habe ich da zum allerersten Mal getroffen. Wir haben ja bei Daniel gepennt und ich habe einfach gehofft, dass alles cool sein wird. Und es war mega cool! Wir waren jeden Tag skaten und echt produktiv, obwohl es eigentlich regnen sollte. Ich war vorher noch nie so richtig in Berlin, nur einmal auf einem Skatetrip, aber da hatte ich halt nicht die Gelegenheit die Stadt so kennenzulernen wie jetzt beim letzten Mal. Ich hatte echt mega Bock die Stadt auszuchecken!

Ich hab zu den Jungs gesagt, wenn ich jetzt nicht über den Kink komme, gebe ich erst mal ne Runde aus

Hast du irgendeine bestimmte Herangehensweise, wenn du an neue Spots kommst?
Hmm, lass mich mal überlegen, ich weiß nicht so recht. Ich skate nun mal gerne Spots, die für mich cool aussehen. Wenn ich dann ankomme und schaue, wie der Spot mir so gefällt, fange ich einfach an zu spekulieren, was da alles so gehen könnte. Und skatemäßig geht’s am Ende sowieso nur um Motivation. Wenn du motiviert an die Sache herangehst und richtig Bock auf einen Spot hast, dann kannst du das Ding auch eintüten. Wenn du an einen Spot gehst und dir nicht mal sicher bist, welchen Trick du machen willst und einfach nur ein bisschen herumprobierst, dann wird das auch nichts. Du musst dich entscheiden. Ein Trick, den du wirklich machen willst. Wenn ich den dann mache, alles cool, wenn nicht, dann halt eben nicht. Wenigstens kann ich dann sagen, dass ich es versucht habe.

Wählst du auch nach fotogenen Spots aus?
Ja, schon irgendwie. Es ist doch einfach geiler, wenn du beispielsweise eine Ledge skatest, die super nice aussieht und eine schöne Umgebung hat.

Daniel meinte, du hast eine Menge Kontrolle und dass die Dinge nicht schief gehen, wenn du einen Spot bearbeitest. Hast du nie Schiss, wenn du irgendwas zum allerersten Mal fährst oder versuchst?
Oh doch, na klar! Wenn ich irgendwas versuche was sketchy ist, dann ist das schon so ein bisschen Mission-Style. Dieser eine Switch 50-50 da, das war schon echt sketchy. Ich bin zuerst ein paar Mal reingesprungen, aber ich habe den Trick irgendwie nicht richtig gefühlt. Ich bin dann immer vorm Kink runtergesprungen und nicht richtig durch gegrindet. Irgendwann wurde es mir zu viel und ich konnte mich einfach nicht motivieren das Ding endlich klarzumachen, also wurde ich echt ein bisschen pissig. Dann sind wir erst mal zu einem anderen Spot gefahren, der ganz in der Nähe war. Wir haben uns erst mal alle hingesetzt und haben ein bisschen gechillt und durchgeatmet. Ich bin dann später zu Henne hin und hab ihm gesagt „ok, lass uns nochmal zurück. Ich muss dem ganzen noch mal einen Versuch geben wenigstens, ich muss ja mal über den Kink drüber und es einfach versuchen“. Am Spot angekommen, war ich erst mal wieder super nervös und ängstlich. Ich hab dann zu den Jungs gesagt, „ok, wenn ich jetzt nicht über den Kink komme, gebe ich erst mal ne Runde aus“. Wir waren irgendwie zehn Leute und so konnte ich mir ein bisschen Druck machen. Das war ganz cool [lacht], es gibt schon gute Wege, um sich selbst zu motivieren. Ich meine, die Möglichkeit, dass du Scheiße frisst, ist immer da, aber immerhin, du versuchst es halt.

Machst du das öfters, quasi dich selbst verarschen, um dich zu motivieren?
Ja, auf jeden Fall. Wenn du dich gestresst oder ängstlich fühlst, kannst du dich so ein bisschen runterholen oder den nötigen Druck aufbauen. Und wenn du es dann machst, dann ist das das beste Gefühl überhaupt! Etwas zu tun, mit dem man glücklich ist, wo man vorher so nervös und ängstlich war, das ist einfach ein super Gefühl und ich liebe es. Ich mache das zwar nicht täglich, aber wenn ich etwas versuche, was ich wirklich unbedingt machen will, dann pushe ich mich auf jeden Fall mit solchen Aktionen.

Das komplette Interview findet ihr in unserer aktuellen Ausgabe.

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