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LoveMe Filmer Martin Küpper im Interview

Das Loveme Collective hat über die letzten Jahre einige kreative Projekte vorangetrieben. Egal ob Rampen, Veranstaltungen, Ausstellungen oder Skateboarding an sich, bei allem was die in Berlin versammelte Crew anpackt, kommt am Ende etwas ziemlich Spannendes raus. Das trifft natürlich auch auf die Videos zu. Wir haben uns deshalb mit Filmer Martin Küpper unterhalten, der gerade mit „MK 1“ ein neues Videoprojekt veröffentlicht, bei dem natürlich auch LoveMe Fahrer involviert sind und von dem es hier den Trailer zu sehen gibt.

[Interview: Stefan Schwinghammer | Fotos: Malte Spitz; Flyerfoto: Lars Noll]

Stell dich doch bitte vor, wer bist du, was machst du und wie bist du dazu gekommen?
Ich bin Martin Küpper, bin 24 Jahre, skate seit zehn Jahren und studier Philosophie und Geschichte. Zum Filmen selbst bin ich durchs Skaten und durchs Videos schauen gekommen. Ich hab mit 16 angefangen Skatevideos zu schauen wie ein Wahnsinniger und hatte dann die Idee, dass ich das selbst auch einmal machen will, das war aber eher unbestimmt. Dann bin ich an so Sachen geraten wie Gerrit Piechowski oder die alten Zero Videos und war ziemlich fasziniert von der Art und Weise, wie die Musik und das Skaten zusammenpassen und hab das eigentlich eingesaugt und dachte: ‚Das willst du auch mal machen!’ Vom ersten Zivigehalt hab ich mir dann die VX1000 gekauft.

Am wichtigsten ist mir eigentlich die Gruppe. Ich merken, umso länger ich filme, dass ich eine besondere Beziehung zu dem, der vor mir steht, brauche

Und du filmst nach wie vor mit VX?
Ja, drei Stück und ein Fisheye sind kaputt gegangen, aber nach wie vor VX1000.

Viele andere Filmer schwören ja ebenfalls auf die VX, warum benutzt du sie?
Als ich angefangen habe, ging das mit den HD Kameras noch gar nicht so los, das steckte alles noch in den Kinderschuhen. Die VX waren auch echt günstig zu haben und ich mochte die Kombination von Kamera und Fisheye, dieses ganz nah ran gehen und trotzdem das komplette Skaten einfangen zu können, das hat mich total fasziniert, weil da eine unglaubliche Dynamik in den Bildern steckt, die du aufnimmst.

Was findest du, abgesehen von dem nah rangehen können, beim filmen noch wichtig?
Am wichtigsten ist mir eigentlich die Gruppe. Ich merken, umso länger ich filme, dass ich eine besondere Beziehung zu dem, der vor mir steht, brauche. Wenn man sich kennt und weiß, wie der andere tickt, dann hat man da mehr Möglichkeiten, näher ran zu gehen, neue Perspektiven auszuprobieren oder zu sagen „Mach mal das“, dann werden für mich einfach die Möglichkeitsräume größer. Ich mag auch den Ton und ich glaube, es gibt keine Kamera, die so gut zum Skatesound passt, der unglaublich wichtig ist. Da gibt’s noch nichts Gleichwertiges auf dem Markt.

Also das Geklacker ist dir wichtig?
Ja, das ist mir ziemlich wichtig. Das Klackern und der Ton, die VX kann das am besten einfangen. Wenns nach der Session dann noch ein Bierchen gibt und man eine schöne Zeit zusammen hat und ich das in den Schnitt mit einbauen kann, dann bin ich zufrieden.

Dieser LoveMe Clip, der Song ist ja wunderbar, das ist ja eine wunderschöne Liebeserklärung

Neben dem Skatesound gibt’s ja auch noch Musik. Für den letzten LoveMe Clip hast du „Blaue Augen“ von Ideal gewählt. Wie bist du da drauf gekommen?
Das Schöne ist, da bin ich eigentlich durch das LoveMe Kollektiv drauf gekommen. Wir sind ja alle Freunde und hängen auch neben dem Skateboarden zusammen ab und dadurch bekommt man auch ganz andere Einflüsse. Einige von uns hören tatsächlich solche Musik und immer wenn ich einen Clip mache, frag ich natürlich nach Ideen, Vorschlägen oder Richtungen, in die der Clip gehen soll. Dieser LoveMe Clip, der Song ist ja wunderbar, das ist ja eine wunderschöne Liebeserklärung. Dadurch, dass wir uns als Kollektiv alle ziemlich lieb haben und das natürlich auch nach außen tragen wollen, war die Wahl dann ziemlich einfach, als wir darauf gestoßen sind.

Was willst du denn mit deinen Videos generell ausdrücken?
Ich hab da nicht so eine spezielle Idee, die ich transportieren möchte. Ich versuche mir für jedes Projekt bestimmte Kriterien zu überlegen. Wenn man zum Beispiel eine Song wie den von Ideal hat, der ja ein Liebeslied ist, und man eine Gruppe hat und viel zusammen erlebt hat, kann man versuchen, das zu verbinden. Mir ist immer wichtig, dass jeder Clip oder jedes Video mehrere Ideen miteinander zu einem Ganzen verbindet, sozusagen zu einem Art Werk. Das ist mir auf formaler Ebene wichtig, dass dieses unterschiedliche zu Einem gebündelt wird. Ein Skateboardfilmer ist ja jemand, der verschiedene Momente aus verschiedenen Zeiten in der Hoffnung zusammenschneidet, dass es für den Zuschauer, der nicht dabei ist, funktioniert. Das ist mein Ziel. Es ist zunächst eine formale Herangehensweise bestimmte ästhetische Grundsätze zu nehmen und mit Skateboarding in einer Art und Weise zu verbinden. Das muss dann mit inhaltlichen Bildern untermauert werden ohne dabei ein Musikvideo zu machen.

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