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Larry Clark & Rafał Milach

Larry Clark kennt man, oder? Wassup Rockers, Ken Park, Kids, na also, da klingelt’s doch. Besagter Herr Clark hat nun bald eine Fotoausstellung bei c/o berlin. Zusammen mit den Arbeiten von Rafał Milach werden ca. 200 seiner Werke dort von 25. Mai bis 12. August zu bestaunen sein. Neben den Serien „Teenage Lust“ und „Los Angeles“ sowie Videos liegt der Fokus der monografischen Ausstellung auf teilweise unveröffentlichten Collagen, in denen der Künstler Zeitungsausrisse, Briefe, Plakate und weitere Objekte miteinander kombiniert.

Larry Clark
Jugendliche Schönheit, offen gelebte Sexualität, Drogenkonsum und Gewalt – Larry Clark (geboren 1943 in Tulsa, Oklahoma) dokumentiert radikal-realistisch den Alltag amerikanischer Teenager jenseits bürgerlicher Moralvorstellungen. Von den Jugendlichen in seiner Heimatstadt Tulsa in den früheren 1960er Jahren bis zu heutigen Skatern in Los Angeles decken seine Bilder die Folgen einer dysfunktionalen Gesellschaft auf und hinterfragen die moralische Haltung und soziale Verantwortung ihrer Mitglieder. Im Gegensatz zum klassischen Fotojournalisten ist Larry Clark selbst Teil seiner fotografierten Szene, und die Porträtierten wirken eher wie Vertraute und nicht wie Beobachtete. Der Künstler verwendet eine direkte Bildsprache im Spannungsverhältnis zwischen klassischer Bildkomposition und besonderer Themenwahl, die zugleich berührt und verstört. Hier lässt Larry Clark immer wieder seine eigene Jugend aufleben – jeweils mit neuen Protagonisten. Kaum ein Fotograf hat je seine Direktheit und Intensität erreicht, und ohne Larry Clark hätte sich die Fotografie nicht vom Zwang der Objektivität befreien können.

Rafał Milach „7 Rooms“
Gala, Lena, Stas, Mira, Vasya, Sasha und Nastya leben in den Vororten von Moskau, Jekaterinenburg und Krasnojarsk. Die sieben jungen Russen erinnern sich noch an Perestroika und Glasnost sowie an den Tag, als Boris Jelzin das Weiße Haus in Moskau mit Panzern stürmte. Als russische Truppen in Georgien einfallen, haben sie dafür Verständnis. Sie sind stolz und reisen ins Ausland, aber eine eigene Wohnung können sie sich nicht leisten. Sie sind in der Phase des Übergangs steckengeblieben – zerrissen zwischen der Sehnsucht nach dem Gemeinschaftssinn alter Zeiten, dem modernen Turbokapitalismus und der Überforderung durch neue Freiheiten. In intimen Bildern porträtiert der polnische Fotograf Rafał Milach (geboren 1978 in Gliwice, Polen) mit ebenso zärtlichem wie neugierigem Blick das Leben einer Generation, die gefangen ist zwischen der Mentalität des alten Sowjetregimes und dem neuen aufstrebenden Russland der Putin-Ära.

Ausstellungen 26. Mai bis 12. August 2012
Eröffnung Freitag, den 25. Mai 2012 . 19 Uhr
Öffnungszeiten täglich . 11 bis 20 Uhr
Eintritt 10 Euro . ermäßigt 5 Euro

Veranstalter C/O Berlin
International Forum For Visual Dialogues
Ort C/O Berlin im Postfuhramt
Oranienburger Straße 35/36 . 10117 Berlin

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